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Arbeit und Versorgung


Es gibt einen Unterschied zwischen dem Begriff "Arbeit" und "Versorgung".

Das einzig Wichtige zum Überleben ist ja erstmal die Essensbeschaffung. Da es bei uns hier recht kalt werden kann, brauchen wir auch eine Behausung und was zum Anziehen.

- Ich kann mich also direkt versorgen, indem ich Essen sammle, anbaue, jage, mir Holz zum Bauen und verbrennen schlage und mir aus Pflanzenfasern oder Fellen Kleidung bastele.

- Wenn ich aber arbeite, brauche ich die Gesellschaft, der diese Arbeit wichtig ist, so dass sie mir dafür Versorgung zukommen lässt.

In der Zeit, in der wir leben, hat es nun nicht jeder leicht, seine Fähigkeiten so einzusetzen/zu vermarkten, dass die Gesellschaft ihren Vorteil darin sieht und bereit ist, ihn dafür zu versorgen. Sich selbst zu versorgen, ohne sich an der Wirtschaft der Gesellschaft zu beteiligen, ist fast unmöglich - wobei es natürlich auch in Deutschland Menschen gibt, die das weitgehend tun.

Was tun man aber mit Menschen, die - zumindest auf den ersten Blick - keinen Nutzen für die Gesellschaft darstellen?

- Kann/darf/soll man sie zwingen, dass sie als Gegenleistung für ihre Versorgung (ALG2 z. B.) Arbeit im Sinne der jeweiligen Gesellschaft verrichten (ist das Sklaverei, wie Aristoteles es dargestellt haben soll?)

- "Wenn sie nicht so wollen/können wie wir, können sie ja gehen!" Wer es hier nicht schafft, sucht sich eine andere Gesellschaft auf dem Planeten, wo seine Lebensweise akzeptiert oder gar geschätzt wird?

- Man könnte ihnen auch die Möglichkeit zur Verfügung stellen, sich selbst zu versorgen (also Garten, Baustoff usw.). Mit oder ohne Gegenleistung? Müsste man sie dafür aus dem Wirtschaftsleben ausschließen, um Missbrauch zu verhindern?

- Oder gibt man ihnen die Möglichkeit, in der Gesellschaft zu leben und geht davon aus, dass jeder etwas zur Entwicklung/zum Fortschritt der Menschheit an sich etwas beizutragen hat.

Warum geben die Menschen eigentlich so viel Arbeit an Maschinen ab und beklagen sich dann darüber, dass sie selbst keine mehr haben? Es ist doch nicht die Arbeit, die ihnen fehlt, es gibt genug zu tun. Sie brauchen Geld, um am Leben unserer Zivilisation teilzuhaben und die Wirtschaft dieser Zivilisation braucht den stetigen Fluss dieses Geldes, sowie unser Körper den Fluss des Blutes braucht, um leben zu können.

Wenn das Ganze einen Sinn haben soll, so sollten wir mehr darüber nachdenken, was wir mit der gewonnenen Zeit Sinnvolles anstellen können und wahrnehmen, dass die Menschheit sich nur entwickeln kann, wenn sie alle ihre Teile dabei mitnimmt. Denn auch die augenscheinlich Nutzlosen sind ein Teil des Ganzen und wie aus der Psychologie bekannt, werden verdrängte Teile des Ganzen zu einer Gefahr für die Entwicklung der gesamten Persönlichkeit. Wenn diese unsere Gesellschaft ihre Arbeitsneurose (das Luftschloss der Vollbeschäftigung) überwinden will, wäre vermutlich ein wichtiger Schritt, die immer mehr zunehmenden verdrängten Unproduktiven zu integrieren.

Interessante Möglichkeiten, wie das gehen kann, gibts unter diesem Wikipedia-Thema: Bedingungsloses Grundeinkommen




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